| Sigmar Polke. Kulturschablone. 16. September 2007 bis 6. Januar 2008
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| Anlässlich des 10-jährigen
Bestehens der Galerie der Gegenwart zeigt die Hamburger Kunsthalle
im Hegewisch-Kabinett erstmals ihre herausragende Sammlung druckgraphischer
Werke Sigmar Polkes. Dank einer großzügigen Schenkung der
Freunde der Kunsthalle in den Jahren 1994 und 1995 konnte das Kupferstichkabinett
einen großen Teil der Editionen des Künstlers erwerben.
Hierzu gehören frühe Werke der Mappe „Graphik des
Kapitalistischen Realismus“ (1967/68), die 1968 von René
Block herausgegebene Kassette „.... Höhere Wesen befehlen“
oder spätere Editionen wie „Der zweite Fall“ von
1995, die längst legendären Charakter erreicht haben. Gezeigt
werden auch Künstlerbücher wie „Bundestagswahl 1972
– Bizarre“ oder „Day by Day“ aus dem Jahr
1975. Wie in seinen Gemälden nutzt Polke in diesen Arbeiten verschiedenste
Techniken von der Rasterzeichnung, über Photo- oder Offsetdruck,
Collage bis zur Serigraphie. 1966 schrieb er dazu: „Mir gefällt
das technische Mittel, der Klischeecharakter des Rasters [...] Mir
gefällt daran das Unpersönliche, Neutrale und Fabrizierte.
[...] So verstanden, glaube ich, dass mein verwendetes Raster schon
eine ganz bestimmte Sicht aufzeigt, eine allgemeine Situation und
Interpretation ist: nämlich Struktur meiner Zeit, Struktur einer
Gesellschaftsordnung, einer Kultur, genormt, geteilt, aufgeteilt,
eingeteilt, gruppiert, spezialisiert.“ Kuratorin der Ausstellung: Dr. Petra Roettig
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Sigmar Polke (*1941)
Sigmar Polke (*1941)
Sigmar Polke (*1941)
Sigmar Polke (*1941)
Sigmar Polke (*1941) © Hamburger Kunsthalle
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