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Obscur. Klaus Hegewisch zum 90. Geburtstag

2. Oktober 2009 bis 7. März 2010
Hamburger Gang

 

Clair-obscur bezeichnet in der Malerei und Graphik das Gestalten in Helldunkel-Kontrasten, im übertragenen Sinne ist das Dunkle auch das Obskure. Die unergründbaren Tiefen des Lebens und die phantastischen Welten des (Alb-)Traums zogen Künstler immer wieder in den Bann. Das Irrationale und Dämonische, morbide Stimmungen und bizarre Schönheiten bestimmen die „obskuren“ Werke von Künstlern wie Goya, Piranesi, Redon, Ensor und Munch. Ihre Zeichnungen und Drucke konfrontieren mit persönlichen Seelenqualen, Tod und Melancholie, aber auch mit gesellschaftlichen Ängsten, Gewalt und Krieg. Die Schau ehrt den Hamburger Sammler Klaus Hegewisch, der seit vielen Jahren eng mit der Hamburger Kunsthalle verbunden ist, hier zahlreiche Ausstellungen ermöglichte und in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiert. Aus der umfangreichen Sammlung von Klaus und Erika Hegewisch werden schaurige Phantasmagorien neben rätselhaften Nachtkulissen präsentiert. Sie ziehen uns hinein ein ambivalentes Wechselspiel aus Anziehung und Abstoßung.

 

Kuratoren der Ausstellung: Prof. Dr. Hubertus Gaßner und Dr. Dorothee Gerkens

 

 

 

 

Francisco Goya (1746-1828)
Modo de volar (Eine Art zu fliegen), 1816/1817

Odilon Redon (1840-1916)
Araignée (Spinne), 1887

© Sammlung Hegewisch in der Hamburger Kunsthalle
Photos: Nicolai Stephan