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Edvard Munch
"...aus dem modernen Seelenleben“
3. März bis 14. Mai 2006
Hubertus-Wald-Forum

Der Norweger Edvard Munch (1863–1944) zählt zu den wichtigsten Wegbereitern der Moderne. Seine vom Symbolismus geprägte Kunst um 1900 ist eine der Quellen, die den Expressionismus der „Brücke“-Künstler in Deutschland erst möglich gemacht haben. Schon früh wurde Munchs Werk in Hamburg von privaten Sammlern entdeckt. So entstanden umfangreiche Bestände, vor allem durch den Landgerichtsdirektor Gustav Schiefler, der im Dezember 1904 beschloss, das Werkverzeichnis der Druckgraphik zu bearbeiteten und herauszugeben. Auch der Kaufmann Heinrich C. Hudtwalcker trug noch in den Zwanziger Jahren eine umfangreiche Sammlung zusammen. In der Kunsthalle war Munchs Werk vor der Aktion „Entartete Kunst“ von 1937 mit zwei Gemälden und einer großen Anzahl druckgraphischer Blätter vertreten. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es Carl-Georg Heise, Direktor der Hamburger Kunsthalle von 1945 bis 1955, eine Munch-Sammlung für das Museum aufzubauen, die zu den bedeutendsten außerhalb Norwegens zählt. Schlüsselwerke, wie die Madonna (Liebende Frau) von 1894, die Mädchen auf der Brücke aus der Zeit um 1900 oder die Mädchen am Meer von 1903/04, die als Teil des Lebensfries’ für Dr. Max Linde in Lübeck entstanden, zeugen von der hohen Qualität der Hamburger Sammlung. Die Kunsthalle besitzt zudem in der Druckgraphik und mit der Pastellstudie zu dem berühmten Gemälde Das kranke Kind von 1885 Höhepunkte aus Munchs künstlerischem Schaffen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Bestände der Hamburger Kunsthalle, ergänzt von weiteren Gemälden sowie herausragenden Beispielen der Druckgraphik aus Privatsammlungen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, erhältlich für ca. 23 Euro im Museumsshop.

Kuratoren der Ausstellung: Dr. Ulrich Luckhardt,
Dr. Petra Roettig, Dr. Andreas Stolzenburg und
Dr. des. Carolin Quermann

Öffentliche Führungen ( bis 14. Mai 2006)
Samstags 15 Uhr, Teilnahme 2 € zzgl. Eintritt




 

 
Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall 20095 Hamburg
Telefon 040 - 428 131 200 Telefax 040 - 428 54 34 09
E-Mail: info@hamburger-kunsthalle.de
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