| Standpunkt: Rupprecht
Matthies Mustermacher 14. Oktober 2001 bis 1. Januar 2002, verlängert bis 20. Januar |
| Am
Anfang steht ein Blup – und der passiert, wenn man ein Gitter zu übermalen be-ginnt,
klar! Wie daraus Bilder und Wörter entstehen, und wieso das ganze sich zu ei-ner
Kunst entwickeln kann, die nicht nur wand-, sondern auch raumgreifend wird, die
nicht nur vergnügt, sondern auch nachdenklich stimmen kann, zeigt der Hamburger
Rupprecht Matthies (*1959) in seinem Standpunkt.
Hinzu kommt eine umfangreiche Werkgruppe
von Arbeiten in Acryl, die Gruppe Mustermaster. Aus Acrylglas gesägte und passgenau
ineinander gefügte Scheiben ergeben eine aktuelle Form von Intarsien. Dieser neue
Ansatz beschreibt Variation und Unterschied in einer emotional orientierten Auslegung.
Jede dieser Arbeiten fängt den kurzen Moment eines Lebensgefühls, einer ![]() Eine zweite neue Gruppe sind die Minnas und Fuzzies, die Matthies hier erstmals zeigt: Köpfe und Figurendarstellungen, aus Acrylglas gesägt, mit schwingenden und gezackten, gekräuselten und flamboyanten Konturen. Es sind groteske aber doch irgendwie bekannte Wesen, die flattrig bewegt aus den Sockeln wachsen. „Die Darstellung der Köpfe entwickelte sich aus der Zusammenarbeit mit Jugendlichen in Brandenburg/Neuruppin. Ausgangspunkt war die sehr unterschiedliche Kopf-gestaltung und Wesensart dieser jungen Leute, die mich interessierte. Mit diesen Jugendlichen betreibe ich seit zwei Jahren ein Projekt, bei dem wir gemeinsam über mehrere Jahre hinweg Kunst entwickeln und in der Stadt aufstellen.“ Modernes Material trifft auf alemannische Fastnacht – trifft auf afrikanische Köpfe –trifft auf Comics und Cartoons. Rupprecht Matthies beweist: Ornament ist kein Verbrechen! Die kleine Broschüre zur Ausstellung kostet 5 DM. |
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