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Mahjong
Chinesische Gegenwartskunst aus der Sammlung Sigg
14. September 2006 bis 18. Februar 2007


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© Sammlung Sigg

Seit dem Beginn der Reformpolitik der Ära nach Mao 1979 hat sich in China innerhalb kurzer Zeit trotz der weiterhin schwierigen Bedingungen für die unabhängige Kunstproduktion eine äusserst vielfältige und dynamische Szene entwickelt, die in den letzten Jahren auch im Westen große Aufmerksamkeit gefunden hat.

Die chinesischen Künstlerinnen und Künstler haben dabei rasch Anschluss an die internationale Kunstszene gefunden und bedienen sich in virtuoser Weise der im Westen entwickelten Medien, Techniken und Ausdrucksmittel. Die spezifisch chinesischen Wurzeln – die vormoderne Tradition einerseits und der bis in die späten siebziger Jahre von der KP vorgeschriebene sozialistische Realismus andererseits – sind jedoch in vielen Arbeiten spürbar; so ist im Vergleich zur Westkunst etwa der hohe Stellenwert der figurativen Malerei charakteristisch.
Manche Künstler setzen sich bewusst mit ihrer nationalen Identität auseinander, indem sie Techniken und Formensprache der traditionellen chinesischen Kunst aufgreifen und in einen neuen Kontext stellen. Ein anderes wichtiges Thema ist die parodierende oder reflektierende Verarbeitung der westlichen Kunst und Kunstgeschichte aus chinesischer Perspektive. Vor allem aber ist die chinesische Avantgardekunst vor dem Hintergrund der enormen sozialen und ökonomischen Umwälzungen zu sehen, die das Land in den vergangenen Jahrzehnten durchgemacht hat; zahlreiche Werke reflektieren insbesondere die Spannung zwischen den offiziell nach wie vor gültigen sozialistischen Idealen und dem durch die kapitalistischen Reformen freigesetzten Konsumismus.
Der Schweizer Uli Sigg, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Ringier-Gruppe, ist seit den späten siebziger Jahren mit China und seiner Kultur vertraut. Seit Mitte der neunziger Jahre sammelt er zusammen mit seiner Frau Rita ausschliesslich chinesische Kunst und ist damit einer der Pioniere auf diesem Gebiet. Nachdem er zunächst nur aktuelle Arbeiten erworben hatte, begann er seine Sammlertätigkeit bald auf die „historischen“ Werke der Avantgarde aus den achtziger und frühen neunziger Jahren auszudehnen. Entstanden ist so eine Sammlung chinesischer Gegenwartskunst, die an Umfang und Niveau weltweit ihresgleichen sucht. Alle wichtigen Positionen sind mit zentralen Arbeiten dokumentiert; darunter befinden sich viele Werke, die in der chinesischen Kunstszene mittlerweile den Status von Ikonen besitzen.
Mit der Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle wird die Sammlung Sigg in einem repräsentativen Querschnitt der Öffentlichkeit in Deutschland zugänglich gemacht. Das Publikum erhält damit einen Überblick über ein Vierteljahrhundert chinesischer Avantgarde (1979 bis 2005), der in dieser Dichte und Qualität alles bisher Gesehene übertrifft.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog, der neben einem Interview mit dem Sammler, Essays der Kuratoren, Erklärungen und Einzelanalysen der Werke auch allgemeine Einführungen in die soziopolitische sowie die künstlerische Entwicklung Chinas in den letzten drei Jahrzehnten enthält.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bern, wo sie von Bernhard Fibicher und Ai Weiei kuratiert wurde

Kurator der Ausstellung in Hamburg: Dr. Christoph Heinrich



Wan Jin
Wan Jin
Fighting the Flood, 1994
Colour photo

Huang Yan
Huang Yan
Chinese Landscape: Tattoo, 1999
Colour photo

Ai Weiwei
Ai Weiwei
Han Dynasty Urn with Coca Cola Logo, 1994
Gouache on clay,

Zhang Xiaogang

Zhang Xiaogang
Untitled (Bloodline Series, 1997
Öl/Canvas


Geng Jianyi Geng Jianyi Geng Jianyi Geng Jianyi
Geng Jianyi
Der Zweite Zustand, 1987
Öl auf Leinwand je 170 x 132 cm

 

Sun Guoqi und Zhang

 

Liu Wei

 

Sun Yuan

 

Pak Yong Chol

Sun Guoqi und Zhang
Hongzhan, Divert Water
From the Milky Way Down, 1973/74,
Öl auf Leinwand,
180 x 310 cm


Liu Wei
Es sieht aus wie eine Landschaft, 2004,
digitale s/w Photographie

Sun Yuan
Honey, 1999,
Farbphotographie, 2-teilig,
je 90 x 126 cm
Pak Yong Chol
ohne Titel, 1994-2004,
Öl auf Leinwand, 157 x 298 cm,
Shi Guorui Lu Hao Weng Fen

Shi Guorui
Shanghai, China, 15.-16. Oktober 2004
2004, s/w Camera obscura-Photographie, 440 cm

Lu Hao
Volkspalast, 2001,
Plexiglas, 22 x 110 x 72 cm,
Weng Fen
Auf der Mauer – Guangzhou (II), 2002, Farbphotographie
126 x 171 cm

Wang Guangyi Yu Youhan Zhou Tiehai

Wang Xingwei

Wang Guangyi
ohne Titel, 1986
Öl auf Leinwand
150 x 130 cm
Yu Youhan
ohne Titel (Der Vorsitzende Mao), 1996,
Öl auf Leinwand
160 x 118 cm
Zhou Tiehai
Uli Sigg, 2002,
Airbrush auf Vlies
190 x 250 cm
Wang Xingwei
Thomas, 1998,
Öl auf Leinwand, 150 x 175 cm

 

Mit freundlicher Unterstützung durch Hamburg Marketing GmbH und Hamburger Kulturbehörde.

 

 

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