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Ideal und Natur –
Deutsche Landschaftszeichnungen des 18. Jahrhunderts


22.Oktober 2004 - 9.Januar 2005

Saal der Meisterzeichnung


Im Saal der Meisterzeichnung präsentiert die Hamburger Kunsthalle deutsche Landschaftszeichnungen des 18. Jahrhunderts. Größere Bedeutung erfuhr die Gattung der Landschaftskunst erst im 18. Jahrhundert. Veranschaulicht wird dies an verschiedenen Zentren und Schulen, die in der Ausstellung exemplarisch vertreten sein werden.

Bedeutendstes Zentrum in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts war Sachsen, hier vor allem Dresden und Leipzig, aber auch kleinere Städte wie Meissen oder Görlitz. Die Leipziger Schule ist mit Werken ihres Gründers Adam Friedrich Oeser und seines besten Schülers Johann Sebastian Bach vertreten, während Dresden mit Johann Christian Klengel und seinem Schüler Friedrich Christian Klass und vor allem mit dem gebürtigen Schweizer Adrian Zingg vertreten ist. Neben Sachsen war die Schweiz ein weiteres bedeutendes Kunstzentrum, von wo aus die Idyllen Salomon Gessners unter dem Einfluss von Rousseau und der beginnenden Aufklärung europaweiten Ruhm erlangten. Die Aufklärung half auch, traditionelle Landschaftsvorstellungen, wie sie etwa die großformatigen Blätter des in Rom wirkenden Jakob Philipp Hackerts vorstellen, zu überwinden und neue Wege zu gehen, wie etwa Franz Innocenz Kobell in München, dessen Landschaftsauffassung bereits ins 19. Jahrhundert weist.
Die Ausstellung umfasst 40 Landschaftszeichnungen von Künstlern des deutschsprachigen Raums aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Kurator der Ausstellung: Dr. Peter Prange

 

 

Jacob Philipp Hackert, Die Küste bei Vietri, 1770

Franz Innocenz Josef Kobell (1749 – 1822), Baumstudien mit Hütte links, (ohne Jahr)

Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall 20095 Hamburg
Telefon 040 - 428 131 200 Telefax 040 - 428 54 34 09
e-mail: info@hamburger-kunsthalle.de