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Paul Klee
Die Sammlung Bürgi
5. Mai bis 23. Juli 2000

 

Die Sammlung Bürgi bildet heute - neben dem Besitz der Familie Klee - die umfangreichste und bedeutendste Privatsammlung von Werken Paul Klees. Zu Lebzeiten des Künstlers (1879-1940) zusammengetragen, vermitteln die rund 130 Arbeiten wie kaum eine andere Sammlung einen repräsentativen Querschnitt durch die verschiedenen Schaffensperioden Paul Klees: von Arbeiten aus der Studienzeit in München und frühen Radierungen bis hin zu den dramatischen Zeichen des Spätwerks, die der in Deutschland als "entartet" erklärte Künstler im Schweizer Exil schuf.

Mit der ersten Präsentation der Sammlung Bürgi soll der Öffentlichkeit indes nicht bloß ein ausgezeichneter Werküberblick gegeben werden, sondern zugleich das Beispiel einer engagierten, nachhaltigen Kunstförderung vorgestellt werden, die für Leben und Wirken Paul Klees prägende Bedeutung erlangte. Diese Verdienste der Familie Bürgi um Paul Klee und seinen künstlerischen Nachlass in mehr als vier Jahrzehnten sollen mit der Ausstellung und dem begleitenden Katalog veranschaulicht und gewürdigt werden.

Johanna Bürgi-Bigler (1880-1938) war die erste Klee-Sammlerin. Ende der dreissiger Jahre umfasste ihre Kollektion bereits mehr als 50 Werke; von ihrem Sohn Rolf Bürgi (1906-1967) wurde sie kontinuierlich erweitert.

Die Ausstellung wurde im Kunstmuseum Bern von Stefan Frey und Josef Helfenstein konzipiert und dort zuerst gezeigt. Nach Hamburg ist sie in der Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh (12. August - 22. Oktober 2000) zu sehen. Zur Ausstellung erscheinen sowohl ein umfangreicher Katalog als auch ein Faksimile des Skizzenbuches Bürgi.
Der Katalog ist mittlerweile vergriffen.

Werkzeuge der Genesis
Ein Fundus an experimentellen Malwerkzeugen, die Paul Klee selbst hergestellt hat erlauben mit originalen Atelierphotos unmittelbare Einblicke in die Umstände und materiellen Mittel seines Kunstschaffens - und damit die Genesis seiner Werke. In vielfach mittelalterlichen Techniken schuf der moderne Bauhaus-Meister plastische Bildflächen mit feinsten, fragilen Struktur- und Farbkontrasten. Die Spuren der individuellen Malwerkzeuge mit Teilen aus Tierhaar wie umfunktionierten Alltagsgegenständen hinterlassen auf den unterschiedlichsten Bildträgern aus Papier- und Stoffschichtungen leuchtende, poetische Bilderwelten.

Dialog mit der Hamburger Kunsthalle
Die Ausstellung ergänzt eine der besonderen Stärken der Sammlung der klassischen Moderne: ihre bekanntesten und beliebtesten Werke von Paul Klee, den "Goldenen Fisch" und der "Revolution des Viaductes".
Die Sammlung Bürgi erlaubt einen neuen Blick auf diese Gemälde und weitere qualitätvolle Schätze aus den eigenen Beständen von Klee, die parallel zur Laufzeit der Sonderausstellung präsentiert werden.

Zum Anklicken
Den Pfeil Ihrer Maustaste, mit dem Sie gerade auf diese Seite klicken, hat Paul Klee bereits Anfang des Jahrhunderts in seiner künstlerischen Zeichensprache aus Rechteck und Dreieck erfunden. Die Vielfalt seiner zeichnerischen Ausformungen wie die Wirkungsweise seines Ausdrucks sind ebenso wie die sinnliche Oberfläche der Gemälde nur am Original erfahrbar:

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr, Montag geschlossen.
Christi Himmelfahrt, 1. Juni, Pfingstsonntag und Pfingstmontag, 11./12. Juni, von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Eintrittspreise:
Erwachsene DM 15, ermäßigt DM 10, Familientageskarte DM 21
Öffentliche Führungen:
Samstags um 15 Uhr, sonntags um 12 Uhr, Teilnahme DM 4
Sonderführungen:
Nach Vereinbarung, Anmeldung über den Museumsdienst, Tel. 040 - 428 24 325
Auskunft unter Tel. 040 - 428 54 31 80
Kinderzeit
Jeden Samstag von 14 bis 18 Uhr können Kinder von 4 bis 12 Jahren selbst die phantasievollen Techniken Klees ausprobieren. Mit selbst gemachten Werkzeugen und der Durchdrücktechnik, mit Papiercollagen und Gips auf Gaze, Jute oder Tischdecke entstehen unter der Anleitung von Museumspädagogen eigene Drucke, Zeichnungen und Gemälde während die Eltern in aller Ruhe durch die Ausstellung flanieren können.
Eine gemeinsame Initiative der Hamburger Kunsthalle und der UBS Schröder Münchmeyer Hengst AG, Eintritt für die ganze Familie 21 DM, ein Erwachsener mit Kind(ern) 12 DM.

Sonderveranstaltungen in der Hamburger Kunsthalle
"Die Musik ist für mich wie eine verhexte Geliebte"
Die St. Petersburger Virtuosen spielen im Rahmen der Museumskonzerte am Donnerstag, 1. Juni, 20 Uhr, Eintritt DM 30
Lesung zum 60. Todestag
Fritz Lichtenhahn liest Texte von Paul Klee am Donnerstag, 29. Juni, 19 Uhr

Anreise
Die Tourismus Zentrale Hamburg GmbH bietet ein attraktives Pauschalangebot
"Paul Klee in Hamburg" an: Eine Übernachtung inkl. Frühstück und Hamburg Card sowie eine Eintrittskarte in die Hamburger Kunsthalle pro Person schon ab DM 54. Zu buchen bei der Hamburg Hotline, täglich von 8 bis 20 Uhr unter
Tel. 040 - 30051-804

 
Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall 20095 Hamburg
Telefon 040 - 428 131 200 Telefax 040 - 428 54 34 09
e-mail: info@hamburger-kunsthalle.de