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Horst Janssen.
Kunst der Freundschaft Gute und böse Blätter

13. November 2009 bis 25. April 2010

Janssen- und Hegewisch-Kabinett

Am 14. November 2009 wäre Horst Janssen 80 Jahre alt geworden. Gemeinsam mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ehrt die Hamburger Kunsthalle den großen Zeichner. Die Ausstellung Kunst der Freundschaft. Gute und böse Blätter in der Hamburger Kunsthalle thematisiert Janssens jahrelange, enge, herzliche und mitunter stürmische Freundschaft zu zwei seiner Sammler. Über 80 ausgewählte Werke aus den Sammlungen von Klaus Hegewisch, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiert, und Gerhard Schack, der 80 Jahre alt geworden wäre, spiegeln das Auf und Ab dieser Freundschaften wider. Zu sehen sind Meisterzeichnungen, Aquarelle, Holzschnitte, Collagen und Radierungen, aber auch intimere Porträts, witzig illustrierte Briefe sowie Skizzen, die während des Beisammenseins und bei Telefonaten entstanden sind und zum Teil erstmals ausgestellt werden.

Die gezeigten Werke stammen aus der frühen Zeit von 1947 bis Ende der siebziger Jahre. Die Ausstellung deckt den Zeitraum ab, in dem Janssen 1968 mit dem Graphikpreis der Biennale in Venedig ausgezeichnet wurde und zu einem der wichtigsten Zeichner des 20. Jahrhunderts avancierte. Die Sammlerfreunde Hegewisch und Schack inspirierten ihn, regten ihn zu neuen Themen und Sichtweisen an und beflügelten ihn in streitbarer Diskussion. Die Ausstellung zeigt die jeweiligen Sammlungsschwerpunkte, dokumentiert Horst Janssens stilistische Wandlungen und beleuchtet das Verhältnis, das Horst Janssen zu den Freunden hatte.

Der Hamburger Kaufmann Klaus Hegewisch, der den künftigen großen Zeichner und Graphiker bereits in den 1950er Jahren an der Akademie entdeckte und über fast zwei Jahrzehnte förderte und begleitete, war einer der ersten von Janssens guten Sammlerfreunden. Die Werke aus seiner umfangreichen Sammlung werden im Hegewisch-Kabinett gezeigt. Sie umfassen neben den Farbholzschnitten der fünfziger und den Meisterzeichnungen und Radierungen der sechziger Jahre auch fast unbekannte frühe Arbeiten. Erstmals gezeigt werden Janssens Entwürfe für eine Erdnuss-Reklame (50er Jahre), ein Auftrag, mit dem der Kunstsammler und Südfrucht-Importeur Hegewisch dem jungen Künstler aushalf. Eine weitere Besonderheit: der Farbholzschnitt Eulen von 1957 ist mitsamt dem beidseitig bearbeiteten Holzstock zu bewundern, von dem Janssen sie druckte. Privates Material rundet das Bild ab.

Im Janssen-Kabinett werden Blätter aus Gerhard Schacks großem Nachlass gezeigt, den er 2007 der Hamburger Kunsthalle vermachte. Der Kunsthistoriker und Privatgelehrte begegnete Janssen Ende der 1960er Jahre und hatte großen Einfluss auf die Entwicklung seiner Kunst. Im Dialog mit Schack fand Janssen zu Themen wie der „Kopie“ oder der Landschaftsdarstellung und zu Techniken wie der lavierten Rohrfederzeichung, die den Graphiker nicht mehr loslassen sollten. Unter den zum Teil noch nie gezeigten Blättern finden sich Überraschungen und Neuentdeckungen. Dazu gehört eine Reihe von Bildnissen Gerhard Schacks und Selbstportraits des Künstlers, die er Schack widmete und deren unterschiedliche Ausführung und Beschriftungen die Intensität dokumentieren, mit der sich die beiden Freunde austauschten. Darüber hinaus wird erstmals eine Auswahl von experimentellen Druckvarianten zur Radierfolge Froschland (1970-1973) ausgestellt – Höhepunkte Janssen’scher Radierkunst und der Kunst seines Druckers Hartmut Frielinghaus.

Die Hamburger Kunsthalle verfügt über den bedeutendsten Bestand graphischer Arbeiten von Horst Janssen. Sie umfasst unter anderem die Sammlung Gerhard Schacks mit Zeichnungen und Radierungen sowie die Sammlung aus dem Nachlass von Hartmut Frielinghaus. 1997 wurde in der Galerie der Gegenwart das Janssen-Kabinett eingerichtet. In wechselnden Ausstellungen wird hier das zeichnerische und druckgraphische Werk von Horst Janssen gezeigt. Der „Förderkreis Horst Janssen in der Hamburger Kunsthalle" unterstützt die Bearbeitung der umfangreichen Bestände und ermöglicht den Aufbau des Horst Janssen-Archivs, in dem neben den über 9000 Werken von Horst Janssen umfangreiches Dokumentationsmaterial zur Verfügung steht.

Kuratorinnen der Ausstellung: Ursula Sdunnus und Dr. Petra Roettig

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Kleine Serien – Große Folgen. Horst Janssen zum Achtzigsten

13. November 2009 bis 31. Januar 2010

Eröffnung 12. November, 18 Uhr
Im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Gemeinsam mit der Hamburger Kunsthalle ehrt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg Horst Janssen. Die Ausstellung Kleine Serien – große Folgen. Horst Janssen zum Achtzigsten zeigt 130 selten gezeigte Werke aus den reichen Beständen des Hauses: frühe Zeichnungen, Lithographien der 1950er Jahre, Plakate der 1960er und 1980er Jahre, Schriftsteller-Porträts, die Grafikfolge Abschied von Verena und Radierungen.

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