| Franz Horny 1798-1824 Ein Romantiker im Lichte Italiens 12. Dezember 1998 bis 14. Februar 1999 |
Franz
Horny gehörte zu den großen Hoffnungen der jüngeren
Generation der Romantiker, doch hinterließ er ein unabgeschlossenes
genialisches Frühwerk, als er 1824 im Alter von noch nicht 26 Jahren
in dem Städtchen Olevano in den Sabiner Bergen verstarb. Dorthin
hatte er sich wegen seines Lungenleidens zurückgezogen.
In Weimar geboren erhielt er Unterricht an der von Goethes Berater Heinrich Meyer geleiteten freien Kunstschule. Entscheidend wurde für ihn die Begegnung mit dem Kunsthistoriker, Sammler und Mäzen Carl Friedrich von Rumohr, der ihn 1816 mit auf eine Reise nach Italien nahm. Dort wurde der junge Horny sogleich in die deutsch-römischen Künstlerkreise um deren Haupt Joseph Anton Koch als Vertreter der klassischen idealen Landschaft einerseits und um die Nazarener wie Cornelius und Schnorr von Carolsfeld andererseits aufgenommen. Doch gewinnt er mit seinem Werk eine eigene Position durch den graphischen Erfindungsreichtum seiner Zeichnungen, durch den suggestiven Einsatz von Linie und Farbe als Gestaltungsmittel und durch eine neue, sinnenhafte Erlebnisform vor der Natur.
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