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Hautnah |
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Die ausgestellten Gipsabformungen geben zum ersten Mal einen Einblick in die Bandbreite der lange unterschätzten Technik, die sowohl im privaten Bereich - im Künstleratelier - wie auch im öffentlichen Leben - in wissenschaftlichen Sammlungen - im 19. Jahrhundert eine entscheidende Rolle spielte. Äußerst naturgetreu ist die Wiedergabe der Formen, die als historische Dokumente oder liebevolle Zeugnisse in Gips reproduziert wurden. Es ist diese unmittelbare Nähe zur Natur, die in der Geschichte der europäischen Skulptur eine heftige Polemik provozierte: so lag der Skandal, der um eine von Rodins Figuren entbrannte in dem - ungerechtfertigten - Vorwurf begründet, Rodin hätte seine Kunstform lediglich vom lebenden Modell abgegossen. Der Gipsabguss vereint das Streben nach der angemessenen Wiedergabe und Aneignung des menschlichen Körpers mit einer Reihe von wissenschaftlichen Disziplinen. Seine irritierende Nähe zur Realität nimmt surrealistische Wahrnehmungsweisen vorweg und stellt die Frage nach dem Verhältnis von Wirklichkeit und Abbild. In dem kreideweißen, toten Material zeigen sich die Spuren einer lebendigen Wirklichkeit - hautnah. Die Ausstellung, die etwa 100 Exponate präsentiert, ist in folgende
Kapitel unterteilt: Es erscheint ein Katalog für 8,80 € . Die Ausstellung wurde bzw. wird zudem gezeigt in: |
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Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall
20095 Hamburg
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