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Willem Grimm zum 100. Geburtstag
(1904 - 1986)
17. September bis 17. Oktober 2004

Saal der Meisterzeichnungen

Zum 100. Geburtstag des Malers und Graphikers Willem Grimm (1904-1986) zeigt die Hamburger Kunsthalle im Saal der Meisterzeichnung einen Querschnitt durch sein künstlerisches Werk.
Willem Grimm gehörte seit Mitte der 20er Jahre zu den eigenwilligsten Künstlerpersönlichkeiten Hamburgs. Der gebürtige Darmstädter kam 1924 in die Hansestadt und studierte an der Landes-kunstschule bei Willi Titze. Bereits nach kurzer Zeit trat er in Kontakt mit der Hamburgischen Sezession, deren Mitglied er 1929 wurde, und an deren Ausstellungen er sich bis 1933 beteiligte.

Nach anfänglichem Experimentieren konzentriert sich Grimm thematisch auf wenige Motive, aus denen neben der Landschaft und dem Stillleben vor allem eines in den Vordergrund des gesamten künstlerischen Werks tritt: die Figurenkompositionen mit maskierten und verkleideten Menschen bei der Fasnacht oder beim Rummelpottlaufen. Grimm hatte die Basler Fasnacht Anfang der 30er Jahre erlebt und dieses Thema zum Zentrum seines Werkes gemacht.
Der norddeutsche Brauch des „Rummelpotts“ zu Sylvester übte auf ihn eine ähnliche Faszination aus. In Gemälden, Zeichnungen und Druckgraphik hat dann Grimm dieses Motiv in immer neuen Kompositionen dargestellt. Das gestalterische Ringen um die Gemälde, die häufig in übereinander liegenden Lasuren aus Eitempera entstanden, zeigt sich in den oftmals langen Entstehungsphasen einzelner Bilder. Immer wieder überarbeitete Grimm diese Werke. Ein Arbeitsprozess, der sich über Jahre und Jahrzehnte hinziehen konnte. So ist es nicht verwunderlich, dass Grimms malerisches Gesamtwerk zahlenmäßig vergleichsweise klein geblieben ist. Das Experimentieren übertrug der Künstler auch auf die Druckgraphik, in der er zu verblüffenden Ergebnissen kam, besonders im farbigen Holzschnitt.

Als Lehrer an der Hamburger Landeskunstschule beeinflusste Grimm ab 1946 Generationen junger Maler. Die Ausstellung, die im Saal der Meisterzeichnung sowie im Raum 017 zu sehen ist, zeigt mit ca. 30 druckgraphischen Blättern und Zeichnungen sowie einigen Gemälden einen kleinen Überblick über sein gesamtes künstlerisches Werk.

Kuratoren der Ausstellung:
Dr. Petra Roettig und Dr. Ulrich Luckhardt

 

 

 

 

 

 
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