| Robert Delaunay. Sonia Delaunay Das Centre Pompidou zu Gast in Hamburg 10. September bis 21. November 1999 in der Galerie der Klassischen Moderne
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| Robert
Delaunay entwickelte die Abstraktion aus der Farbe und dem Licht der
Großstadt, Sonia Delaunay verbreitete die neue Ästhetik künstlerisch
und unternehmerisch in den Alltag hinein: zusammengenommen verkörpern
die beiden auf einzigartige Weise jene Moderne, die die formale Konsequenz
der Kunst und gleichermaßen die Anwendung im Leben sucht.
Mit dieser Ausstellung ist das gegenwärtig wegen Renovierungsarbeiten geschlossene Centre Georges Pompidou, Paris, zu Gast in der Hamburger Kunsthalle. Der Katalog, der ein neues Licht vor allem auf das "Unternehmen Delaunay" wirft, wurde wie die Ausstellung gemeinsam mit dem Centre Popmpidou erarbeitet. Öffentliche Führungen finden donnerstags um 18 Uhr, samstags um 16 Uhr und sonntags um 14 Uhr statt.
Die Ausstellung zeigt mit einer exemplarischen Auswahl von Werken des Künstlers und der Künstlerin beider Weg von der Gegenständlichkeit zur Abstraktion (1912/13) und schließlich den Ausflug in angewandte Bereiche. Dabei steht das schöpferische Wechselspiel zwischen Robert und Sonia Delaunay, dem wohl berühmtesten Künstlerpaar des 20. Jahrhunderts, im Mittelpunkt. Zu sehen sind frühe vom Fauvismus geprägte Bildnisse, bekannte Hauptwerke - von Robert Delaunay La Ville de Paris und Werke aus den Kreisformen-, Fenster-, Stadt- und Eiffelturm-Serien, von Sonia Delaunay Le Bal Bullier, Marché au Minho und späte Farb-Rhythmen - sowie zahlreiche Papierarbeiten, u. a. Plakatentwürfe und collagierte Bucheinbände. Sonia Delaunays Engagement auf dem Gebiet der angewandten Kunst wird durch weitere Objekte belegt (Patchwork-Decke, Schmuckkästchen, Krawatten). Dokumentarisches Material aus dem Archiv des Centre Pompidou, das nicht nur die Biographien des Künstlerpaars, sondern auch die Verbindung Robert und Sonia Delaunays zu Deutschland, zu befreundeten Dichtern, zur Welt der Mode und zur Pariser Weltausstellung 1937 beleuchtet, macht den Geist der Zeit lebendig. Die etwa 70 Werke sind Teil einer Schenkung, die Sonia und ihr Sohn Charles Delaunay 1964 an das Centre Pompidou gaben, das sie nun zu einem einzigen Gastspiel nach Hamburg auf die Reise gehen lässt. Ergänzt wird die Ausstellung durch einige Werke aus Privatsammlungen. Der umfangreiche Ausstellungskatalog mit wissenschaftlichen Beiträgen und ausgewählten Schriften von Robert und Sonia Delaunay entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou in Paris. |
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Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall
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