| 6. Bâloise Kunst-Preis in der Hamburger Kunsthalle Tino Sehgal |
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| Mit dem von der Bâloise-Gruppe gestifteten Kunstpreis wurden im vergangenen Jahr zum sechsten Mal zwei junge Künstler ausgezeichnet. Die mit jeweils 25.000 Schweizer Franken dotierten Preise werden seit 1999 jährlich im Sektor Art Statements an der internationalen Basler Kunstmesse Art von einer mit namhaften Kennern besetzten Jury verliehen. In Abstimmung mit der Jury erwirbt die Bâloise darüber hinaus Kunstwerke beider Preisträger und macht sie zwei bedeutenden europäischen Museen zum Geschenk. Im Jahr 2004, noch vor seiner Nominierung für den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig diesen Sommer, hat sich die Jury für Tino Sehgal sowie für Alexandra Mir entschieden. Die Hamburger Kunsthalle erhält nun ein neues Werk von Tino Sehgal. Tino Sehgal gestaltet Situationen. Seine Werke sind Handlungsanweisungen,
die von einer oder mehreren Personen ausgeführt werden. Die Arbeiten
thematisieren soziale Prozesse, Konventionen und Rollenverteilung
und hinterfragen dabei die Koordinaten des Systems "Kunst":
Idee, Verbildlichung, Originalität, Produzent, Betrachter, Besitzer,
Marktwert. Die menschliche Stimme, Sprache, Bewegungen und Interaktionen
sind das künstlerische Material, mit dem Sehgal eine radikale
Position innerhalb konzeptueller Kunst markiert. Juroren des 6. Bâloise Kunst-Preises sind: Christian Boros, Sammler, Wuppertal; Peter Doroshenko, Direktor, Stedelijk Museum Voor Actuele Kunst, Gent; Christoph Heinrich, Leiter der Galerie der Gegenwart, Hamburger Kunsthalle; Adam Szymczyk, Direktor der Kunsthalle Basel und Martin Schwander, Externer Kunstberater der Bâloise, Vorsitzender der Jury. Tino Sehgal wurde 1976 in London geboren. Er studierte Choreographie und Volkswirtschaftslehre in Berlin und Essen. Er lebt in Berlin. Einzelausstellungen: ICA London, 2005; Deutscher Pavillon, 51. Biennale Venedig, 2005; Fundacão Serralves, Porto, 2005; Van Abbemuseum, Eindhoven, 2004; Musée des Beaux-Arts, Nantes, 2004 Gruppenausstellungen: Moscow Biennial, Moskau, 2005; Formalismus – Moderne Kunst heute, Kunstverein Hamburg, 2004; Utopia Station, 50. Biennale Venedig, 2003; I promise it’s political, Museum Ludwig Köln, 2002; This is propaganda, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 2002
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