Seite drucken      zurück   home

Ausgegrenzt. Kunst in Hamburg 1933-1945
21. August bis 13. November 2005

Kunst in Hamburg

Künstler, die sich den Kunstvorstellungen der Nationalsozialisten nicht beugen wollten, wurden ausgegrenzt.

Auch in Hamburg waren in dieser Zeit der Unfreiheit die Künstler Opfer des Kunstdiktats. Waren sie auch noch Juden, Kommunisten oder sonstige Abweichende, drohte ihnen Verfolgung. Viele von ihnen versuchten weiterhin als Künstler zu arbeiten. Angst, ja Verzweiflung sind in ihren Bildern gegenwärtig.

Unter dem Titel Ausgegrenzt. Kunst in Hamburg 1933-1945 wird die Hamburger Kunsthalle Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik von 47 Künstlerinnen und Künstler zeigen.

Scheinbar arglose Bildthemen wie Landschaften und Stilleben von Karl Kluth, Eduard Bargheer, Ivo Hauptmann und Fritz Flinte bekommen eine weitere Bedeutung, wenn man bedenkt, unter welchen Bedingungen sie entstanden sind. Die Bedrückung wird als drohende Gefahr spürbar.

Das von Brüchen gezeichnete Leben vieler Hamburger Maler jener Zeit spiegelt sich im oft bitteren Ausdruck ihrer Selbstbildnisse. Im Ausdruck gänzlich unterschiedlich, rücken die Bildnisse von Anita Rée und Paula Gans auf diese Weise eng zusammen.

Der Krieg, besonders der Feuersturm über Hamburg im Sommer 1943, war für viele Künstler Anlass, die zerstörte Stadt im Bild festzuhalten oder eindrucksvolle Zeugnisse der Menschen im Krieg zu zeichnen und zu malen.

Das letzte Kapitel der Ausstellung, Nach dem Ende, macht den Zwiespalt zwischen der Verzweiflung über Tod und Zerstörung und der Hoffnung auf Erneuerung anschaulich.

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit Dr. Maike Bruhns, die sich seit vielen Jahren mit dieser Zeit beschäftigt. Eine Reihe von Werken kommt aus ihrer Sammlung. Doch auch Gemälde der Hamburger Kunsthalle und Werke aus Privatbesitz werden zu sehen sein.

Zur Ausstellung Ausgegrenzt. Kunst in Hamburg 1933-1945 erscheint Dank der Unterstützung der Hamburger Feuerkasse ein Katalog im Hauschild Verlag mit Beiträgen von Helmut R. Leppien, Maike Bruhns und Carolin Quermann für 14,80 €.

Katalog und Ausstellungsplakat im online shop >>

Veranstaltungen zur Ausstellung:
Sonntag, 28. August 2005, 11 Uhr, Treffpunkt Rotunde
Ausgegrenzt. Kunst in Hamburg 1933-1945
Dr. des. Carolin Quermann

Sonntag, 23. Oktober 2005, 11 Uhr, Treffpunkt Rotunde
Die Hamburger Kunsthalle während des Nationalsozialismus
Dr. Maike Bruhns

Donnerstag, 3. November 2005, 19 Uhr, Treffpunkt Rotunde
Ausgegrenzt. Kunst in hamburg 1933-45
Ein Gespräch in der Ausstellung mit Dr. Maike Bruhns und Dr. Helmut Leppien

 

 

 

 
Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall 20095 Hamburg
Telefon 040 - 428 131 200 Telefax 040 - 428 54 34 09
e-mail: info@hamburger-kunsthalle.de