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Jürgen Albrecht. Licht und Raum

9. Januar bis 3. April 2005
Medienraum der Galerie der Gegenwart



Mit der Präsentation einer neuen Lichtskulptur von Jürgen Albrecht (*1954) im Medienraum der Galerie der Gegenwart beginnt der Video Club 99 das Jahr 2005. Die im Zentrum der Installation stehende Arbeit ist die Weiterentwicklung früherer Werke, in denen Jürgen Albrecht mit scheinbar komplizierter Lichtführung den Innenraum eines Guckkastensystems illusionistisch erweitert und sprengt. In Verbindung mit einer Videokamera und dem Tunnelobjekt, das durch unterschiedliche Lichtsituationen bewegt wird, zeichnet der sich verändernde Lichteinfall im Innern des architektonisch strukturierten Objekts eine Art dynamischer, fließender Raumwirkung. Der Kontrast zwischen dem banalen Äußeren des Kastens und der verblüffenden Komplexität seiner Innenansicht wird in der neuen Arbeit um einen Faktor erweitert, der den Betrachter durch die Direktübertragung des Videobildes mit ins Spiel bringt.

Das aktuelle Objekt von etwa 3 Metern Länge und schmaler Form ist aus Modellbaukarton hergestellt und hängt vor der Fensterfront des Medienraums von der Decke herab. Die offenen Seitenwände der Skulptur erlauben einen großzügigen Lichteinfall, der die Erscheinung des Objekts und dessen Innenraum-Projektion mit dem wandernden Tageslicht verändert. Am Kopf der Raumskulptur befindet sich eine Kamera, die ihr Bild direkt in einen abgedunkelten Nachbarraum übermittelt. Die ins Videobild übertragene räumliche Staffelung der Innenansicht des Objekts wird per Videoprojektor in einem dem Betrachter entsprechenden Größenverhältnis gezeigt, so dass der Eindruck entsteht, die Lichträume seien zugänglich. Eine zweite Überwachungskamera ist in der „Blackbox“ installiert und überträgt die Betrachtersituation nach nebenan auf die sechs Monitore des Dan-Graham-Pavillons. Die Raumveränderungen durch Lichteinfall erfahren einen mehrfachen Bildtransfer im Spiel zwischen Innenraum und Umraum bis hin zur Reflexion in den Spiegelgläsern des Dan-Graham-Pavillons.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogheft.
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Kunstfonds.

Kuratoren: Frank Barth und Dirck Möllmann

 

 

 

 




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