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Das Jahr 1600 stellt einen Wendepunkt in der nordeuropäischen Kunstgeschichte dar. 1595 erhebt der habsburgische Kaiser Rudolf II. die Malerei in den Rang einer Freien Kunst und löst sie damit aus dem traditionellen Zunftzusammenhang. Mit dieser symbolischen Aufwertung vollendet sich eine Entwicklung, die in der italienischen Renaissance ihren Ausgangspunkt genommen hat und an deren Ende die Autonomie und der akademische Rang der Malerei stehen. Dabei stellt das niederländische Haarlem eines der wichtigsten kunsttheoretischen Zentren nördlich der Alpen dar, in dem die neuen Ideen propagiert werden. Künstler wie Hendrick Goltzius reflektieren in ihren Gemälden und
Stichen den neu erreichten Rang der bildenden Kunst. Die Synthese
ästhetischer Positionen wird zum kunsttheoretischen Programm. Wichtig sind aber auch die Inhalte seiner Kunst. Für die Malerei
wird Autonomie gefordert. Sie darf nicht zum Instrument im Glaubenskrieg
werden. Die Malerei tritt selbstbewusst auf und die Porträts von Künstlerkollegen
lassen sie gegenüber den Humanisten und Dichtern als gleichberechtigt
erscheinen. Die bildende Kunst mit ihren Möglichkeiten und Grenzen
wird sich in der Kunst aber auch selbst zum Thema. Wie sollen sich
Form und Inhalt zueinander verhalten? Die Ausstellung gliedert sich in folgende thematische Abteilungen:
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Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall
20095 Hamburg
Telefon 040 - 428 131 200 Telefax 040 - 428 54 34 09 e-mail: info@hamburger-kunsthalle.de |